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Behandlung im Ausland?

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Zahnkliniken, Behandlungen im Ausland

In den letzten Jahren sind Zahnzentren, Zahnkliniken wie Pilze aus dem Boden geschossen. Sie versprechen meistens einen 365 Tage, 24/24 Stunden Dienst, modernste Behandlungsmethoden und günstigere Preise. Sie werben mit einem tieferen Taxpunktwert, günstigeren Zahntechnikertarif und einem perfekten Service.

Tatsache ist, dass die dort arbeitenden Zahnärzten meistens nur eine kurze Zeit in diesen Zentren arbeiten, sind selten im Besitze eines Schweizer Zahnärztediploms und ihre Ausbildung ist sehr oft nicht mit der einer in der Schweiz gemachten Ausbildung zu vergleichen. Der Patient muss damit rechnen, dass mehrere Zahnärzte die Behandlung ausführen.Dabei wird der persönliche Kontakt zwischen Zahnarzt und Patient selten aufgebaut. Meistens sind diese Zentren/Kliniken eher auf Profit ausgerichtet und bei Streitfällen ist es für den Patienten sehr schwierig eine Lösung zu finden, da diverse Zahnärzte die Behandlung ausgeführt haben, und diese Zahnärzte auch nicht mehr erreichbar sind bzw. in einem anderen Zentrum arbeiten.

Es ist daher empfehlenswert sich von einem SSO Mitglied behandeln zu lassen. SSO Mitglieder führen oft eine Gemeinschaftspraxis. Diese Gemeinschaftspraxen sind nicht mit den oben erwähnten Zahnarztzentren zu vergleichen. Gemeinschaftspraxen sind heutzutage eine sinnvolle und wirtschaftliche Variante der Praxisführung.

Behandlungen im Ausland - sinnvoll?

In den letzten Jahren werben diverse Zentren aus dem Ausland (Slovenien, Kroatien, Ungarn, Italien / Domodossola) bei uns. Auch diese ausländischen Kliniken/Zentren versprechen billigere Behandlungen und versuchen die Schweizerpatienten ins Ausland zu locken.

Ob es sinnvoll ist sich im Ausland behandeln zu lassen muss schliesslich der Patient selber entscheiden. Es ist klar, dass die im Ausland ausbezahlten Löhne, Praxismieten und auch zahntechnische Arbeiten viel tiefer sind als in der Schweiz. Eine Dental Assistentin im Ausland verdient ein Viertel der von uns ausbezahlten Löhne. Die Ausbildung des Personals entspricht auch nicht unserem Ausbildungsniveau. Auch bilden sie keine Lehrtöchter aus, was in der Schweiz fast jeder Zahnarzt regelmässig macht. Schliesslich ist bei Streitfällen oder Misserfolgen mit einem sehr hohen Aufwand zu rechnen. Die Schlichtungskommission der SSO wird diese Fälle nicht begutachten und beurteilen. Bei einem Zahnunfall übernehmen die Unfallversicherungen in seltenen Fällen die im Ausland ausgeführten Behandlungen, oder lehnen dann eine weitere Haftung des Falles ab.

Jeder Patient muss schliesslich selber entscheiden, ob es sich langfristig aus rein finanziellen Gründen lohnt, die Behandlungen im Ausland ausführen zu lassen.

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